Wildtiere leiden unter der Knallerei an Silvester
Berlin [ENA] Pfeifende Raketen und krachende Böller. Seit einigen Jahren ist der Brauch, das neue Jahr mit Feuerwerk zu begrüßen, zunehmend umstritten. Silvester-Feuerwerk bringt nicht nur starke Feinstaubbelastung und enorme Müllmengen mit sich, es hat außerdem schädliche Auswirkungen auf Wildtiere. Der Naturschutzbund Deutschland fordert darum ein Verbot privater Silvesterknallerei, zugunsten zentral organisierter Feuerwerke.
Der Familienhund versteckt sich unter dem Sofa, wenn die stundenlange Knallerei losgeht. „So ängstlich reagieren auch Wildtiere“, sagt Martin Rümmler vom Naturschutzbund Deutschland (NABU). „Füchse, Biber und Fledermäuse werden durch starken Lärm gestresst.“ Bei ihnen löse der heftige Lärm den Fluchtreflex aus. Dadurch werde viel Energie verbraucht, die Wildtiere zum Überleben in der kalten Jahreszeit benötigen. „Das kann schnell lebensbedrohend werden“, ergänzt Rümmler.
Vor allem Vögel reagieren stark auf Böller und Raketen. „Sie fliehen in große Höhen, landen für lange Zeit nicht und kehren nur zögerlich zu ihren Rast- und Schlafplätzen zurück“, berichtet Rümmler. Wasservögel reagieren noch in vier bis sieben Kilometern Entfernung auf Feuerwerk mit Flucht. Wenn Vögel in Schwärmen in großer Panik flüchteten, könnten sie gegen Glasscheiben oder Stromleitungen prallen. Aber so ganz auf Feuerwerk müsse man nicht verzichten.
Hier schlägt der NABU vor, dass Städte und Gemeinden zentrale Feuerwerke organisieren, vorzugsweise Lichtshows. Die Konzentration auf bestimmte Orte reduziere Müll und Lärm. www.NABU.de




















































