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Märchen-Bilder von Philipp Fröhlich in Wuppertal

Verantwortlicher Autor: Stefanie Bettinger NRW/Wuppertal, 01.06.2021, 20:01 Uhr
Presse-Ressort von: Stefanie Bettinger Bericht 3748x gelesen
Eine Märchenszene aus
Eine Märchenszene aus "Hänsel und Gretel" gemalt von Philipp Fröhlich.  Bild: © Philipp Fröhlich; Öl auf Leinwand.

NRW/Wuppertal [ENA] Der Künstler Philipp Fröhlich hat sich mit Märchen beschäftigt und einen Zyklus von narrativen Meisterwerken geschaffen, die ab 3. Juni 2021 in der Kunsthalle Barmen in Wuppertal zu sehen sind. "Philipp Fröhlich ̶ Märchen" wird erstmals in Deutschland in einer Einzelausstellung präsentiert.

Märchen der Brüder Grimm, von Charles Perrault oder Georg Büchner dienen dem Künstler Philipp Fröhlich seit einigen Jahren als Ausgangspunkt für seine narrative Malerei. „Auf die Märchen bin ich gekommen, weil ich mich gefragt habe, ob es noch möglich ist, narrative Bilder zu malen.” Märchen sind bekannt und haben eine bildhafte Sprache. Dabei interessiert den Künstler besonders die „interpretative Herangehensweise”. Aus den Geschichten isoliert Philipp Fröhlich in seiner Malerei prägnante Szenen, wobei die Narration klar erkennbar bleibt. Populäre Märchen wie "Hänsel und Gretel", "Die sieben Raben", "Die Gänsemagd", aber auch die Sage "Der Rattenfänger von Hameln" sind unter seinen rund 100 Märchen-Werken zu finden.

„Die Themen arbeiten jahrelang in meinem Kopf”

„Häufig arbeiten Themen jahrelang in meinem Kopf, bevor sie irgendwann zu einem Bild heranreifen”, erläutert Philipp Fröhlich. Seine Bilder entwickele er immer an einem Modell. Fröhlich bereitet seine Bilder vor, indem er reale Modelle baut, eine Herangehensweise, die durch sein Studium in der Bühnenbildklasse von Karl Kneidl an der Kunstakademie Düsseldorf geprägt ist. Mit dem Modell kann er spielerisch umgehen, Variationen schaffen. Skizzen entstehen parallel dazu. Aus diesem Prozess leitet der Maler die hypnotische Atmosphäre seiner Gemälde ab, die eher typisch für die kinematografische Sprache oder die virtuelle Realität als für die alte Disziplin der Malerei ist.

Bild: Esther Fernández Garcia © Philipp Fröhlich

Der schauerlich-düstere Grundton in fotorealistischem Ambiente ist charakteristisch für sein Œuvre. Nach seiner prägenden Assistenz-Zeit bei Theater- und Opernproduktionen in Düsseldorf, zieht Fröhlich 2002 nach Madrid um, um dort zu malen. Es folgt eine Reihe von Ausstellungen in Spanien und im Ausland. Seine Bilder finden sich in Museen und öffentlichen Sammlungen wie dem Museo Reina Sofia in Madrid und dem Von der Heydt-Museum in Wuppertal. Nach 14 Jahren verlässt Philipp Fröhlich Spanien, um nach Brüssel zu ziehen. Wuppertal ist ihm vertraut. Der gebürtige Schweinfurter lebte dort eine Zeit lang vor seiner Assistenz-Zeit. Aufgrund familiärer und beruflicher Bande zieht es ihn auch heute noch in die Kulturstadt in Nordrhein-Westfalen.

Die Ausstellung "Philipp Fröhlich ̶ Märchen" wird am Donnerstag, 3. Juni 2021 eröffnet und voraussichtlich bis 1. August 2021 zu sehen sein. Kunsthalle Barmen, Geschwister-Scholl-Platz 4-6 – 42275 Wuppertal. Öffnungszeiten Do/Fr: 14:00-18:00 Uhr; Sa/So/Feiertag: 11:00-18:00 Uhr. Online- und Zeitfenster-Tickets: www.wuppertal-live.de. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen mit Texten von Roland Mönig und Martin Germann, Verlag Kettler, (Preis: Online-Shop Von der Heydt-Museum 38 EUR, vor Ort in der Ausstellung: 35 EUR). Für Besucher ist es ratsam, sich vorab über die lokale Corona-Situation zu informieren (AHA-Regeln und Negativ-Test).

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