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Vogelfreundlich in die Gartensaison

Verantwortlicher Autor: Stefanie Bettinger Deutschland, 09.04.2021, 12:57 Uhr
Presse-Ressort von: Stefanie Bettinger Bericht 3339x gelesen
Zur Brutzeit singt das Rotkehlchen laut hörbar in Gärten, Parks und Wäldern.
Zur Brutzeit singt das Rotkehlchen laut hörbar in Gärten, Parks und Wäldern.  Bild: © NABU/Heinz Strunk

Deutschland [ENA] Rotkehlchen sind in Deutschland das ganze Jahr über zu sehen und zu hören. Zum Start der Gartensaison kann jeder etwas für den in diesem Jahr zum Vogel des Jahres gekürten Singvogel tun. Auch wenn sein Bestand nicht gefährdet ist, sollten Gärten, Parks und Wälder möglichst naturnah gestaltet werden.

Zum Start der Gartensaison können Hobbygärtner etwas für Vögel in ihrem Garten tun. Denn auch die gefiederten Begleiter wollen sich im Garten wohlfühlen. Wilde Ecken mit dichten Sträuchern sind für den Vogel des Jahres, das Rotkehlchen, ein Paradies. Hier findet der gekürte Singvogel Schutz. Unter am Boden liegendem Laub schleicht und krabbelt seine Nahrung. Würmer, Schnecken, Spinnen und Insekten zählen zu seiner Lieblingsspeise. In der kalten Jahreszeit mag es auch Beeren von heimischen Gehölzen. Vogelbeere und Weißdorn sind besonders begehrt. Damit dies so bleibt, sollte jeder Hobbygärtner dafür sorgen, dass sein Garten naturverträglich bleibt. Denn ein nauturverträglicher Garten ist auch vogelfreundlich.

Das Rotkehlchen lebt in Gärten, Parks und Wäldern

Das Rotkehlchen hat beim Wettbewerb zum "Vogel des Jahres 2021" für sich und für vogelfreundliche Gärten geworben. Gartenbesitzer sollten daher keine Pestizide verwenden. Ansonsten macht das Rotkehlchen die Flatter. Schlecht sind auch Schottergärten und Kunstrasen. Der Vogel kann dort nicht leben, weil er kein Futter und keine Brutmöglichkeit findet. Rotkehlchen brüten in offenen Nestern im Gebüsch und sind darum leichte Beute. Während der Brutzeit – insbesondere Ende April bis Ende Juni, wenn die Jungen flügge werden – sollten Hauskatzen daher morgens im Hause bleiben. Wer einen Spaziergang durch den Wald macht, kann dem Gesang des Rotkehlchens lauschen, denn der Singvogel nistet vorwiegend im Wald.

„Zwei Drittel aller Rotkehlchen leben im Wald”, weiß NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Strukturreiche Wälder mit einer Strauchschicht und viel Totholz am Boden seien ideal. Derzeit ist der gefiederte Sympathieträger besonders auffällig, weil er schön und laut singt. "Rotkehlchen sind keine seltenen Vögel", so Lars Lachmann, NABU-Leiter Vogelschutz. Der gewählte Jahresvogel sei "unbedroht und häufig". Das Rotkehlchen sei sogar der achthäufigste Brutvogel in Deutschland. Mit 3,4 bis 4,3 Millionen Brutpaaren ist der Singvogel überall verbreitet. Damit das so bleibt, müssen Gärten, Parks und Wälder möglichst naturnah gestaltet werden. www.nabu.de

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